Erich „The Beat-Machine“ Hagemeister
Früher musste ich immer in der Ecke stehen, da habe ich mir gedacht das geht auch bequemer. Also habe ich mir einen Hocker und zwei Trommelstöcke geschnappt, danach ein Drum-Set vor meinen Füßen geparkt. Da ich eh nervös veranlagt bin, ging dann alles wie von selbst. Ein Zitteranfall und mein erster Beat war geboren. Danach war ich Cheftrommler beim Fanfarencorps Germania 1928.
Ich bin entgegen vielen Gerüchten übrigens kein Gründungsmitglied dieses Vereins.
Schön draußen in der Kälte vor die dicke Pauke gedonnert. Nicht gleichmäßig, dafür aber laut. Naja, danach hat mich die Rockmusik erwischt und ich habe in einigen angesagten Kapellen in und um Dortmund gespielt. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg bin ich dann an den Niederrhein gezogen und habe zuletzt bei Feinripp gespielt.
Danach haben mich die Beeasys aus Pflegestufe zwei gerettet und mir ihren unbarmherzigen P-Pop-Schrittmacher implantiert. Seitdem wird bei der Probe auch schon mal gelacht. Meistens über mich, aber egal. Leider hat es mich im letzten Monat nach Freiburg verschlagen, die Liebe war Schuld. Für mich aber kein Grund auf den „Beeasy-Style zu verzichten“. Die Anfahrt ist weit und teuer. Aber sie lohnt sich.